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1. Oktober 2009

die 7 studiert:

Das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit ist ein hartes Brot; man hat ordentlich zu daran beißen, aber nie das Gefühl, dass der Brocken weniger wird. Über kurz oder lang kann einen das ganz schön runterziehen, ungefähr so:

Nach dem Fertigstellen allerdings wird alles besser. Alles wird gut. Ganz bestimmt. Und das sieht dann so aus.

Hat-tip: kottke.org

27. September 2009

erste hochrechnungen

… ergaben, dass ich in ca. 17 Stunden den nächsten Flug schaffen kann. In weiteren zwölf Stunden bin ich dann in Havana, Kuba. Da ist der Rum schwarz und die Sonne gelb – und mal ehrlich, so und nicht anders sollte es doch auch sein.

7. Juni 2009

Sekundärliteratur 3

Ankündigung: Alle Ausgaben erscheinen ab jetzt Samstags! (Das heißt, Vorschläge für die folgende Ausgabe müssen auch bis Samstag da sein.) Dies hat diesmal gar nichts mit künstlerischer Freiheit (a.k.a. schierer Willkür) zu tun, sondern damit, dass ich ab nächster Woche nur noch am Wochenende lange genug ins Netz kommen werde.

Die Vorschläge für Ausgabe 02 sind drin und lauten: Kaffetasse, Festplatte, Kopfweh, Schere, Saunatasche, Buttermilch, Madagaskar-Palme, Räucherstäbchenhalter, Obstschale, schwitzen, wohlfühlen, lesen, lachen, sowie die nicht ganz regelkonformen, aber aus konsanguinen Gründen zugelassenen: bunter Blumenstrauß, auf Post warten, Eier schlagen, Termin machen, Freude über Mail, dunkle Wolken, kalter Wind.
Dementsprechend findet ihr Ausgabe 02 am Samstag online.

Vorschläge für Ausgabe 03 bitte bis Samstag, 13.06.2009, hier als Kommentar. Ich bin gespannt.

31. Mai 2009

sekundärliteratur: die erklärung

Ich wurde vom Schaf #2 darauf hingewiesen, dass es überhaupt nicht verstanden hat, was ich eigentlich mit meiner Sekundärliteratur will. Das ist schade, Schaf #2!
Hier also noch einmal für Dich und alle anderen eine kurze Erklärung:
  1. Grund: Mir ist langweilig. Ich brauche Ablenkung. Ich schreibe gerne. Ihr werdet mir dabei helfen. Weil ich das so will. Und mir nichts einfällt.
  2. Voraussetzung: Ihr macht Wortvorschläge. Ihr könnt ein Wort oder auch 20 vorschlagen. Aber nicht mehr. Diese können zum Beispiel sein: Salatschleuder, Analsex und Xylometazolinhydrochlorid. Kurzum: Was immer euch gerade einfällt.
  3. Auswahl: Ich nehme, ohne Diskussion, die ersten 20 Vorschläge. Wenn Hans also 15 Worte vorschlägt, Dieter 3 und Luise 5, dann werden von Luises Worten leider nur noch 2 angenommen, denn: Für alle x=2 gilt 15+3+x=20. Klar soweit?
  4. Ergebnis: Eine Geschichte. Oder sowas Ähnliches. In der alle 20 Wörter vorkommen. Und zwar genau eine Woche später. Ob lang, ob kurz, oder vielleicht auch ein schöner Dreizeiler, das liegt dann bei mir. Das nennt man Künstlerische Freiheit*.
  5. AGBs: Wenn es insgesamt weniger als 20 Vorschläge gibt, dann gibt es halt weniger. Ich behalte mir vor, die Anzahl der Worte das nächste Mal zu ändern, falls es sich als unpraktikabel erweist. Genrewünsche (Eine Horrorgeschichte über Salatschleudern? Eine Heimatnovelle über Analsex?) sind willkommen, obliegen aber meiner Künstlerischen Freiheit*.
So, das ist doch gar nicht so schwierig, oder? Also, ich bitte um Vorschläge. Wirklich. Schau mal: Sa-lat-schleu-der…    Na also! Dann mal los.

*Künstlerische Freiheit: Schiere Willkür; Instrument zur Vermeidung einer Konfrontation mit der eignen Unfähigkeit; plötzliche Faulheit in Anbetracht der Kosten-Nutzen-Rechnung.

22. Mai 2009

so, dann wollen wir mal

Ja, da hab ich es wohl nicht geschafft, der deutschsprachigen Welt ein paar Dinge zu hinterlassen – nur, weil ich wieder auf Englisch herumdödeln muss. Naja. Ihr werdet's überleben.
Wo ich aber gerade schon mal drüben dabei war, möchte ich auch hier nochmal auf den etwas seltsamen Arthur Lewis aus der tollen Band Arthur Lewis & The Geniuses aufmerksam machen, der uns nicht zwingt, seine Musik zu klauen (Ja, Frau Gaschke, das gibt's!), sondern uns einen Track zur Probe einfach so, mir nichts, dir nichts, als Creative Commons … runterladen lässt.
So, und nachdem ich dieses böse Wort in den Mund genommen habe, gehe ich ihn mir mit Seife auswaschen.

Übrigens habe ich Schnupfen. Kann ich vielleicht ein bisschen Mitleid bekommen? Danke.

15. April 2009

zur erklärung

Falls sich jemand fragt, was der Link im letzten Post soll: Ich hab mich entschieden, dass ich dringend mal wieder Englisch schreiben muss und möchte; die dreckige sieben wird jetzt also doch weiterbestehen, obwohl ich mir da bis heute nicht sicher war. Wer Müll gerne in deutsch liest, bleibt hier, wer dummes in Englisch lesen will, geht dahin. Und so. Danke.

6. März 2009

funkstille… roger and over.

So, ja. Ich kümmere mich auch mal wieder um dieses Blog, dass dank zuviel Schreibarbeit stilllag.

22. Januar 2009

looking back forward

Die dreckige Sieben ist zurück – und sie ist filthier, dirtier, dingier than ever. Liegt faul auf dem Bett und macht schmutzige Dinge im Internet…
Nein, gar nicht wahr. Trotz hat die Zeit der Selbstgespräche endlich ein Ende: Mangels Alternativen verbringt man die Zeit damit, über das eigene Leben nachzudenken und muss irgendwann feststellen, dass sich die Gedanken im Kreis drehen: Zu wenig Material.
Worüber soll man auch schon groß nachdenken? Natürlich, man kann feststellen: Vielleicht hätte ich in Mathe besser aufpassen sollen. Vielleicht mich auf dem Schulhof mehr anpassen sollen. Vielleicht die Bewerbungsfrist für dies oder jenes nicht verpassen sollen. Vielleicht für die Beendigung einer Beziehung einen günstigeren Zeitpunkt abpassen sollen… Und dann stellt man fest: Man hat sowieso noch nie eine Beziehung beendet, und die ganze Grämerei war umsonst. 
Auch Chris ist immer um das Schlussmachen herumgekommen – er ist von jeder seiner Freundinnen verlassen worden. Für die meisten wäre das ein Grund, das Maul zu halten und mal eine andere Tour zu probieren. Nicht so für Chris: Chris dreht einen Dokumentarfilm darüber. Jawohl. 
Und es ist sowohl faszinierend als auch lehrreich, einmal eine männliche (wenn auch sicherlich… ungewöhnliche) Perspektive auf Beziehungen zu sehen. Zudem lernt man, dass man nicht sechs Viagra auf einmal nehmen sollte: Teil 1, Teil 2.
(Disclaimer: Wenn ihr das jetzt spannend findet, solltet ihr euch den Film kaufen, und nicht einfach illegal online schauen. Klar? Chris sieht aus, als könne er neue Hosen mal gebrauchen.)

17. Januar 2009

die zivilisierte welt

…hat mich wieder, und zwar irgendwann in der nächsten Woche. Dann gibt es, von der Jagd auf Männer, Nahrungsmittel und die schlechteste Metapher einmal abgesehen, keinen guten Grund mehr, überhaupt die Wohnung zu verlassen. (Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, das da draußen das 'wahre Leben' zu nennen?)
Für dieses Experiment hier hat das natürlich weitreichende Folgen, denn es könnte sogar zu einem … Update kommen. 
Zu regelmäßigen Updates, meine ich. Naja, zumindest regelmäßigeren. (Ach, weißt Du was – geh doch in dein reales Leben, wenn es dir hier nicht passt. Ist bestimmt schön da.)
Um euch bis dahin die Zeit ein wenig zu versüßen, gibt es hier ein hochamerikanisches Bild eures Lieblingsschafs (Die sind ja auch bald wieder Teil der zivilisierten Welt. Die Amerikaner. Nicht die Schafe).

7. Dezember 2008

eine schöne überraschung, das

Schaf #2 und ich hatten am Freitag viel Spaß mit Expedit und hielten die Nachbarn bis um 23:30 wach. Zu diesem Zwecke haben wir uns, nach ausbleibendem Erfolg, einen Hammer (Nicht, was Du denkst. Einen Hammer) von meiner Nachbarin geliehen. 
Den gab ich gestern zurück, zusammen mit einem Nikolaus, Dominosteinen und einer Einladung zum Kaffee – und siehe! es geschehen noch Zeichen und Wunder: Die Sieben höchstselbst fand sich heute mit zwei Nikoläusen und zwei Lind-Pralinés auf der Fußmatte konfrontiert. 
Erstens ist das niedlich, und zweitens scheine ich die erste nette Nachbarin meines Wohndaseins zu haben. Ist es nicht schön, zu wohnen?

1. Dezember 2008

die 7 kotzt:

So, ich habe das beschissenste halbe Jahr meines Lebens hinter mir (und das enthielt schon viele beschissene halbe Jahre, so circa 50, ihr könnt meinem Urteil also vertrauen) und deshalb will ich meinen werten Lesern (also den dreien, die mich noch aus reiner Faulheit im Feed haben) auch ein bisschen Grund zum Kotzen geben. 
Weil es aber langweilig ist, einfach so Dinge aufzuzählen, kotzen wir uns jetzt einen griechischen Bauernsalat. Wir brauchen:
1 halbe Schlangengurke, gewürfelt nicht in Scheiben: Fangen wir mit dem Offensichtlichen an, nenne wir den guten, alten Sexismus. Wir sind uns dessen bewusst: Wer dieses Wort heutzutage in den Mund nimmt, wird jetzt von der einen Hälfte der Schöpf… durch evolutionsbedingte Prozesse zustande gekommenen Spezies wieder als Männerhasser missverstanden. 
Diese Hälfte ist übrigens nicht zwangsläufig rein männlich; es gibt genug Frauen – und hier kommen wir zum Punkt – die aus mir unbekannten Gründen allen Ernstes meinen, Sexismus existiere nicht, weil sie persönlich sich nicht diskriminiert fühlen. 
Liebe Mädels, ihr geht mir mächtig auf die Eier mit eurer Haltung, denn ich weiß nicht, woher sie rührt. Ihr müsst nicht 'die Männer' in Schutz nehmen, denn unter denen fühlen sich meist nur diejenigen angegriffen, die tief im Innersten (oder auch sehr offensichtlich) Grund dazu haben. Und falls ihr meint, damit besser punkten zu können oder beliebter zu sein – wir machen euch keine Konkurrenz, oder anders ausgedrückt: Manche von uns stehen auf Arschlöcher, aber nur in Verbindung mit einem Strap-on.
Um jedoch eine eurer immer wiederkehrenden und nichts widerlegenden Fragen zu beantworten: Fühle ich, persönlich, also mich jetzt, fühle ich mich tagaus, tagein diskriminiert, so in meiner Eigenschaft als biologisch weibliches Wesen? Nein. 
Warum nicht? 1. Niemand zwingt mich, mich mit Arschlöchern zu umgeben (Außer mit Strap-on!), auch nicht mit weiblichen. 2. Ideologien, zu denen auch der Sexismus gehört, haben die Eigenschaft, sich als naturgegeben (oder zumindest als 'immer-schon-dagewesen') zu präsentieren. Das ist ihre Daseinsberechtigung, ihre einzige Verteidigung vor der Realität. Will sagen: Man sieht es gar nicht mehr. Das heißt aber nicht, dass es nicht da ist, sondern nur, dass man anders hinschauen muss. Auf Werbung zum Beispiel, auf die Bemerkungen von Professoren, Lehrerinnen, oder die Unterschiede in der Kritik in der Politik in der Republik. Vielleicht aber bemerkt man es auch erst, wenn es nicht mehr da ist. Wie die Luft zum Atmen. (Oder die Internetflatrate.) 
Worauf will ich dann hinweisen? Auf die Anlässe im täglichen Leben, klein, subtil und allein völlig unbedeutend, die abends beim Einschlafen dem Schaf einen wolligen WTF-Schauer über den Pelz jagen.
2 große reife Tomaten, geachtelt: Die Weltwirtschaftskrise. Die wäre nämlich einfach rum, wenn die Deutschen mehr sparen würden. Oder mehr konsumieren. Oder mehr investieren. Kommt darauf an, wen man wieder fragt. 
Und während Frau Merkel und Co. weiterhin Quest Economy spielen und die Magier in ihren Türmen um Meistertips zur Lösung der ihnen gestellten Rätsel bitten (Frau Merkel, nehmen Sie einen W20, sie haben soeben einen Steigerungsversuch auf Ihren Gedulds- und Ausdauerwert erhalten), schlage ich vor, dass wir die Ansätze einfach kombinieren und sage: Frauen retten die Wirtschaft! 
Wir sparen jetzt alle, bis wir wieder konsumieren können. Aber wir kaufen nicht einfach irgendwelchen Schrott, den sowieso keiner braucht, sondern wir investieren in unsere Zukunft, unsere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, unseren sozialen Status. Denn gewusst wie: Das fällt auch bei Hartz IV noch unter den Selbstbehalt.
4 Zwiebeln, halbiert und in Scheiben: Es ist zum Heulen, aber wirklich. Alle reden von Rohstoffkanppheit und ich muss einen Besen samt zugehörigem Stil aus Plaste kaufen. Wisst ihr eigentlich, wie lange das dauert, bis der sich zersetzt? Vorher ist ganz Gorleben wieder ein Paradies für den Feldhamster. Vorher hat Göttingen einen IKEA. Ach was, vorher habe ich selbst die Fenstermalereien meiner Vormieterin abgekratzt. So lange dauert das, mindestens. 
Früher, also früher waren Stile aus Holz und Fensterbilder aus Pappe. Aber früher durfte man ja auch noch in Raucherbereichen rauchen.
1 Packung Feta: Tage. Die Tage nach dem Feta, wenn ihr wisst, was ich meine. (Ja, ich gebe hier jedem Grund zum Kotzen.)
Neulich kam mir der Gedanke, einige wissen das schon (ich erzähle so etwas immer sofort weiter, denn wer weiß, wann es wieder soweit ist), neulich kam mir der Gedanke, dass der Mangel an öffentlichen Toiletten nicht einfach nur eine Unachtsamkeit der Städteplaner ist – es ist die Fortsetzung einer alten Tradition:
In Stammesgesellschaften (etwa dem Christentum, man lese die Bibel Lev 15, 19ff) ist die Frau ein unreines Wesen, wenn sie planmäßig blutet. Denn es gibt zwei Sorten von Blut – wenn Männer sich Fresse einschlagen, dann gutes Blut, wenn Weib nicht schwanger, dann schlechtes Blut. Frauen nur bluten, wenn Männer ihnen Fresse einschlagen:
Und Gott sprach zu Adam: Wenn dein Weib dir Kummer macht, dir nicht gehorcht, oder unziemliche Worte spricht wider dich, wie es die Art des Weibes ist dann binde es an einen Baum, schneide dir eine Rute und züchtige dein Weib. Denn das Weib ist nur das Abbild eines Abbildes, darum ist es falsch und voller Fehler, faulig an Leib und Seele, verdorben bis ins Mark. Es braucht die Anleitung und Züchtigung durch den Mann, der mein Abbild ist, redlich und rein an Leib und Seele."
Erstes Buch Mose, Kapitel 1, Vers 22-25
Natürlich ist es verständlich: Es ist dem Manne unheimlich, wenn das Weib einmal im Monat sieben Tage blutet… all diese magischen Zahlen und dann das mit dem Mond – und erst die Tatsache, dass die Weiber nach einiger Zeit gemeinsame Sache machen! 
Man kann verstehen: Es muss die Hölle gewesen sein, wenn eine Horde Männer jetzt alle gleichzeitig nicht randurften. (Was wahrscheinlich auch dazu führte, dass die Männer dann doch auch alle gleichzeitig und zyklisch bluteten.) Damit man das Elend aber nicht so miterleben musste, hatte Frau sich jetzt fernzuhalten. Damit ging es allen besser: Die Weiber konnten in Ruhe bluten und krampfen, die Männer in Ruhe bluten und kämpfen.
Dann aber irgendwann wurde den Frauen erlaubt, trotzdem auf die Straße zu gehen – es wäre ja spätestens seit der Erfindung des Tampons sowieso schwer nachzuprüfen – und eine neue Lösung musste her: Da muss sich doch was machen lassen?
Wie hält man Menschen davon ab, Unerwünschtes bleiben zu lassen? Das Rauchverbot und die Genußmittelsteuer machen es vor: Das Verhalten muss möglichst unattraktiv, teuer und aufwendig gemacht werden. – Da Frauen aber sich aber weder von völlig überteuerten 'Damenhygieneartikeln' noch von einem gesellschaftlichen Tabu (der Diskurs des Blutens vermeidet das Wort Blut) vom Bluten haben abhalten lassen, sollte man es so ungemütlich, unpraktisch und aufwendig wie möglich machen. 
Was also läge näher, als die Verfügbarkeit von Wechselstationen auf ein Mindestmaß zu reduzieren? Vom auf die Straße gehen kann man sie nicht abhalten, aber man kann dafür sorgen, dass sich ihre Bewegungsradius wenigstens einschränkt. Und sollte das Weib in gewohnt sturer Weise dazu nicht gewillt sein, dann knöpfen wir ihr wenigstens noch Kleingeld ab. (Frau Merkel, wäre das nicht auch was fürs Konjunkturprogramm?)
Olivenöl, Pfeffer, Salz und etwas Essig, fertig.


…


Doch halt, fehlt da nicht noch was?
Nun, kann schon sein. Ich möchte aber noch einmal betonen, dass niemand das Recht auf ein befriedigendes Ende hat, weder in der Fiktion noch im realen Leben. Es ist eine Unart des Lesers, jeden Schluss, der sich weigert alles einem (möglichst guten) Ende zuzuführen, alle Rätsel zu lösen und alle Fragen zu beantworten, für ungenügend zu befinden. Wer vor sich hinschnöselt, beim Sex ginge es ja nicht um den Orgasmus, der sollte Text dasselbe zugestehen. Es muss nicht alles befriedigen.
Das Leben, diese Kurzgeschichte, ist nun mal kein Märchen. 
Ich hoffe auch sehr, dass Marie-Louise Fischer und Rosamunde Pilcher nicht ihre Füller im Spiel haben. 
Und Walt Disney kann mir gestohlen bleiben.
Vor allem aber möchte ich noch eins loswerden: Bauernsalat geht auch mal ohne Oliven. Guten Tag.

die 7 moves:

Jawohl, man ist umgezogen. Man hat jetzt ein neues Heim, putzt und richtet ein. Man hat noch kein Internet, außer bei Schaf #2, deshalb ist es weiterhin etwas zähflüssig. Aber das ändert sich bald. Auf jeden Fall versprechen wir, das königliche Wir, also ICH ein mindestens wöchentliches Update. Jawohl.

2. November 2008

lass mich in ruhe …

Geh weg. Irgendwie geht es mir wie den Echsen. Irgendwie fühle ich mich, als sei mein Leben eine dauernde BWLer-Party … Ich will aussterben.


Argh. Geht weg, ich habe eine Mandelentzündung. Ich sterbe. Lasst mich aussterben.

26. Oktober 2008

keine kunst

Es ist keine Kunst, einen guten Job zu finden. Nein. Es bedarf guter Vorbereitung – und die basiert, zu allererst, auf ausgiebiger Recherche. 
In Zeiten neuer Technologien, wie zum Beispiel der des Internets (das auch die universitäre Forschung bald entdecken wird und das, so es sich einmal zu einem benutzbaren Medium entwickelt hat, bestimmt auch für die Geisteswissenschaften von Interesse wäre), in Zeiten neuer Technologien bedarf es nicht mehr des mühsamen Grabens in Archiven, um die Zeit effektiv zu vergeuden. Viel effizienter ist es, sich vor den eigenen Internetanschluss zu setzen, und den Leuchtdioden beim Leuchten zuzuschauen. 
Aber natürlich ist es, Student der Geisteswissenschaften, der ich bin, bei mir noch ein bisschen hin, bis sich die Jobfrage realistisch gesehen stellen lässt. Vorher muss ich schließlich noch drei Jahre Berufserfahrung sammeln.
Trotzdem kann man nie früh genug anfangen. Nachdem meine Eltern es versäumten, mir als Kleinkind die Wege in die Kunst zu öffnen und ich jetzt einem völlig mondänen Metier (der Bezeichnung Handwerk nicht würdig) nachgehen. Ich sollte, für meinen Lebenslauf selbst verantwortlich, wenigstens aus den Fehlern vorhergehender Generationen lernen.
Die erste Lehre: Know-How und Qualifikationen sind für Weicheier; wer sich auf das UniCert III Zertifikat Französisch verlässt, hat schon verloren. Zwar wird Sein heute wieder mehr geschätzt als der pure, schöne Schein, aber pur und schön sollte auch das Sein sein und da muss man Einiges für tun, dass das auch so zu sein scheint: Einfach mal selbst Werbung machen, für sich ganz privat und in Öffentlichkeit, Kreativität und Improvisationsskills unter Beweis stellen, Engagement zeigen. 
Viel wichtiger als die weit überschätzten Soft Skills aber ist Organisation. Kann man gar nicht oft genug sagen. Organisation. Organisation. Organisation. Organisation. Organisation. Organisation. Organisation. Organisation. Organisation.
Um Erfolg zu haben, muss man organisiert sein. Einen Plan haben, wie man die Dinge angeht. Vor allem einen Plan. Planen ist wichtig. Und Exzellenz, Exzellenz auf ganzer Linie. Volle Breitseite, mit ein bisschen Wumm und viel Wahnsinn sich gegen alle eingebildeten Widerstände durchsetzen, morgens um sieben aufstehen, die Financial Times frühstücken, dem Boss ein Baiser oder noch besser ein Blowjob zum Kaffee reichen, die ganze Schiene halt. Auch Frauen können erfolgreich sein, sie müssen nur wollen. Der Wille zum Erfolg. Oder halt willig zum Erfolg. Wie auch immer.
"Glänzen müssen Sie schon, da legen wir Wert drauf; wissen Sie was – gönnen Sie sich das – gehen Sie heute eine Stunde eher und gleich zu Bijou Brigitte. Sie müssen Ihre Assets besser zur Geltung bringen."
Natürlich sollte man die ökonomische Situation, die gesamtgesellschaftliche, nicht außen vor lassen. Auch die politischen Realitäten wollen beachtet sein. Schließlich ist man ja Teil der Gesellschaft, muss sich da auch mal ein Stück weit eingliedern. Es kann ja nicht das Lebensziel sein, hinter einem Schreibtisch zu sitzen und sich von der Rauhfasertapete inspirieren zu lassen (oder doch)?
Also, wenn ich es nochmal überdenke. So, mit und angesichts der Situation. Und der Realitäten.
Vielleicht. Sollte ich doch lieber auf vertrautem Terrain bleiben. Die Konkurrenz mal eben um 50% reduzieren – ach, was sage, um 90% (bei meinem Aussehen und Alter). 
Vielleicht. Sollte ich mir doch lieber einen Mann suchen, ihn von meinen Qualitäten überzeugen – was meist unausweichlich (und oft unwiderruflich) zur Heirat führt – Kinder kriegen, und dann viele schöne Sachen mit ihnen basteln. Das wird bestimmt … Ja. Es gibt ja auch bestimmt wichtigeres im Leben als …
Also, Mittelmäßigkeit wird weithin gerne unterschätzt. Wirklich.

22. Oktober 2008

es wird alles gut

Ich habe eine Wohnung, so wie es aussieht, in einem schönen Flecken auf dem Land. Nach Süden, die Sonne im … ta-daaa … 7. Stock. Natürlich kann aber nicht jeder so viel Glück haben, wie ich. Oder doch?
Für alle, deren Tag gestern nichts bereithielt, habe ich (bzw. der Hrrr) noch ein Geschenk – und das muss ich noch schnell loswerden, bevor Schaf#2 mich ins Bett prügelt, wo wir völlig unchristlichen Praktiken nachgehen werden.

20. Oktober 2008

sieben auf einen streich

Der Verputzaktion meiner Vermieter entflohen bin ich sieben lange Tage (und wahrscheinlich vor allem Nächte) wieder in meinem Element – der virtuellen Realität, die übrigens, wie uns die fiktiven Geldmengen, mit denen globalstaatlich um sich geworfen wird beweisen, schneller reale Auswirkungen hat, als man denkt.
Also – überweist mir bitte jetzt euer angenommenes Vermögen, ich werte es dann aus, bewerte es (grüne Scheine bekommen ein A) und verkaufe es dann mit Sicherheit weiter, zum Beispiel einem Rentenfond oder dem Schuhladen meines Vertrauens… ach ja, und zum Friseur müsste ich auch mal wieder.

30. September 2008

ego, magistra artium

Ich freue mich, bekanntgeben zu können, dass der eine Wisch Papier nun nur noch hundert Seiten des Gewäschs bedarf. Kurz gesagt, Prof: Einen Schuss - Ich: Bestanden. Voilà!

27. September 2008

bitte beachten sie folgende durchsage

Am Dienstag wird nicht nur das Gehirn nach Prüfung abgeschaltet werden, sondern zusätzlich auch das Internet nach Kündigung des Vertrag mit dem unverschämtesten Anbieter der Welt*. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es in der Beantwortung von E-Mails und Kommentaren zu Verzögerungen kommen kann. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.

*Who the fuck is Alice?

18. September 2008

schleichwerbung

Product Placement Nr.3:
Wir haben das bessere Programm!